Heizen mit Wärmepumpe
Sie kommen nach Hause, werfen Ihre Tasche auf die Kommode und legen sich gemütlich auf Ihr Sofa. Eine anstrengende Woche liegt hinter Ihnen. Sie wollen keine Gedanken darüber verschwenden, ob Sie ein geheiztes Zuhause vorfinden. Sie möchten es warm haben, wenn Sie nach Hause kommen. Trotzdem flexibel und unabhängig sein. Es ist keine komplizierte Bedienung notwendig – alles läuft vollautomatisch.
Sie streifen durch die Wohnung. Diese Stille, kein Piepen oder Surren – Sie können abschalten und die Wärmepumpe bleibt trotzdem an.
Heizen mit Wärmepumpe – Funktion
Das Prinzip der Wärmepumpe ist uns allen durch den Kühlschrank bekannt. Dem Kühlgut im Inneren wird Wärme entzogen und über die Rückseite nachaußen abgegeben.
Bei der Wärmepumpe wird dem äußeren Medium Wärme entzogen und in das Innere des Gebäudes gepumpt. Eine effiziente Methode, denn alles was eine Wärmepumpe benötigt um zu arbeiten, ist elektrischer Strom als Antriebsenergie.
Heizen mit Wärmepumpe – Arten
Wärme aus dem Inneren der Erde
Die im Erdboden gespeicherte Wärme wird durch Sole/Wasser-Wärmepumpen gewonnen. Erdwärme ist das ganze Jahr über ausreichend verfügbar und so kommen Sie ohne zusätzlichen Wärmeerzeuger aus. Je nach Platzverhältnis und Beschaffenheit des Bodens wird eine Erdsonde senkrecht in die Erde eingebracht oder ein horizontaler Erdkollektor in etwa 1,2 – 1,5 Meter Tiefe verlegt. Letzteres wird empfohlen, wenn der Garten noch nicht angelegt und die Grundstücksfläche entsprechend groß ist.
Wärme aus der Luft
Für folgende Art der Wärmegewinnung ist keine Erschließung erforderlich – als Energiequelle dient die Außenluft, welche durch die Wärmepumpe angezogen wird. Dies ist sogar noch möglich bei einer Außentemperatur von -20° C. Obwohl die Temperatur der Luft nicht konstant ist, erzeugt die Luft/Wasser-Wärmepumpe bei gleichem Stromverbrauch effizient die Wärme für Ihr Zuhause. Die Installation der Anlage ist sehr einfach, sodass sich diese Art der Wärmepumpe insbesondere für die Sanierung von Bestandsbauten eignet.
Wärme aus dem Wasser
Wasser/Wasser-Wärmepumpen nutzen das Grundwasser als Energiequelle. Selbst an Frosttagen hat das Grundwasser eine Temperatur von ca. 7 – 10° C und ist somit eine der sichersten Energiequellen für die Wärmegewinnung. Das Wasser wird in der Wasser/Wasser-Wärmepumpe abgekühlt – dabei verdampft das Kühlmittel und erzeugt so Wärme. Nach diesem Kreisprozess wird das aus der Erde entnommene Wasser wieder zurückgeführt.
Heizen mit Wärmepumpe – Nutzen
Für Ihre Gesundheit
Die Wärmepumpe besticht durch einen leisen und absolut geruchsfreien Betrieb. Zudem fallen keine Abfallprodukte an. So unterstützen Sie Ihre eigene Gesundheit.
Für den Mehrwert Ihres Hauses
Der Umgang mit einer Wärmepumpe ist einfach und sehr bedienerfreundlich. Der Betrieb ist vollautomatisch, wodurch kein zusätzlicher Aufwand für Sie entsteht. Ein weiterer Vorteil ist der geringe Platzbedarf, da kein separater Heizungsraum nötig ist. Außerdem ist die Wärmepumpe sowohl für den Neubau als auch für eine Sanierung geeignet.
Heizen mit Wärmepumpe – Zusammenfassung
Bauliche Voraussetzungen
• Sole/Wasser-, Luft/Wasser- und Wasser/Wasser- Wärmepumpen mit Erdbohrung erfordern eine amtliche Genehmigung
• Erdkollektoren der Sole/Wasser-Wärmepumpe benötigen in etwa die doppelte Fläche der zu beheizenden Wohnfläche
• Die Wärmepumpe sollte mit einer Fußbodenheizung, alternativ mit Wandflächenheizungen oder zusätzlichen bzw. größeren Heizkörpern gekoppelt sein. Nur so kann der größtmögliche Wirkungsgrad erreicht werden
• Die Heizungsvorlauftemperatur in Bestandsgebäuden sollte bei max. 55° C liegen
Vorteile
• Unabhängig von fossilen Brennstoffen (Öl, Gas)
• Im Sommer auch zur Kühlung einsetzbar (mit entsprechender Ausrüstung)
• Kein Schornstein, keine Abgasmessung, nahezu wartungsfrei
• Leise, platzsparend – sowohl im Haus als auch außerhalb einsetzbar
• Finanzielle Förderung durch Bund und Länder
